Shanghai ~ Rund um den YuYuan / 上海 ~ 在豫园周围

Die Altstadt von Shanghai trägt den bemerkenswerten Namen „Chinesenviertel“. In dessen Zentrum befindet sich ein berühmter chinesischer Garten, der YuYuan (oder Yu-Garten). Während der eigentliche Garten (sehr sehenswert!) ummauert ist, Eintritt kostet und daher meist nicht so überlaufen ist, befindet sich ringsherum eine Art Basarviertel mit Massen von (chinesischen und ausländischen) Touristen, entsprechendem Trubel und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten typisch chinesischer Waren. Den eigentlichen Garten haben wir schon 2006 besucht, die hier gezeigten Bilder von seiner Umgebung sind vom 24.5.2013.

Die letzten Reste des alten Chinesenviertels


Und so sehen die meisten Häuser heute aus





Hier gibt es alles aus geflochtenen Palmblättern







Die Hochhäuser im neuen Viertel Pudong schauen herein




Ich wüsste gerne, was es da zu sehen gab


Das berühmte Teehaus vor den Toren des Yu-Gartens

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Shanghai ~ Am Abend / 上海 ~ 晚上

Jede Großstadt hat ihre besondere Einkaufsstraße, so auch Shanghai. Es ist die Östliche Nanjing-Straße (Nanjing dong lu). Sie ist auf dem letzten Stück Fußgängerzone, also gut geeignet für das abendliche Flanieren im Schein der Leuchtreklamen. Die Straße endet am Ufer des Huangpo. Sein westliches Ufer ist der sogenannte Bund (chinesisch Waitan). Zahlreiche Häuser sind historische europäische Kolonialbauten, in denen Banken, Konsulate und Unternehmen aus Großbritannien, Frankreich, den USA, Russland, dem Deutschen Reich und Japan untergebracht waren. Entlang des Flusses erstreckt sich eine breite Uferpromenade, auf der sich sowohl die alten Bauten des Bund als auch auf der anderen Flussseite die modernen Hochhäuser des neuen Stadtviertels Pudong betrachten lassen. Die Bilder sind vom Abend des 18. Mai 2013.

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img_8383Tanz auf der Straße


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img_8411Am Bund


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img_8414Die Promenade am Bund


img_8404Auf der anderen Straßenseite Blick auf den neuen Stadtteil Pudong


img_8394Detail vom Fernsehturm Oriental Pearl Tower (Perle des Ostens), dem Wahrzeichen von Shanghai


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img_8409Auf dem Aurora-Hochhaus steht auf Chinesisch gerade 我爱上海, „Wo ai Shanghai“: „Ich liebe Shanghai“.

Shanghai ~ Konzert „Frühling in Tibet“/ 上海 ~ 中央民族乐团《西藏春天》

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2006 hatten wir in Shanghai die Gelegenheit, im Shanghai Oriental Arts Center im Stadtbezirk Pudong ein hervorragendes Konzert mit neuer klassischer chinesischer Musik zu hören. So etwas Ähnliches suchten wir auch in den wenigen Tagen, in denen wir diesmal in Shanghai waren. Leider traten zu dieser Zeit nur westliche Künstler und Ensembles auf. Als Ersatz, so dachten wir, bot sich ein Tibet-Konzert im Shanghai City Theatre an. Dieses Theater ist im Stadtbezirk Minhang gelegen, von der Endstation einer U-Bahnlinie war es noch ein zusätzlicher Fußweg.

Das Konzert trug den Titel „Frühling in Tibet“. Die Mitwirkenden waren ein großer Chor, ein großes Orchester mit vielen klassischen chinesischen Instrumenten und mehrere Sängerinnen und Sänger. Das Besondere war, dass der eine Teil der Mitwirkenden Han-Chinesen waren (gekleidet wie in Europa üblich), der andere Teil aber aus Tibetern und Tibeterinnen bestand, die in bunter tibetischer Kleidung auftraten.

Das Theater war von ordentlicher Größe aber durchaus nicht riesig, wie es im bevölkerungsreichen China öfters der Fall sein kann. Eigentlich müssten ausgebildete Sänger/innen, die vorne an der Bühne stehen, vom ganzen Publikum gut zu hören sein. Leider hatten sie allesamt ein Mikrofon in der Hand. Auch im Bereich des Orchesters waren zahlreiche Mikrofone aufgestellt. Am rechten Rand der Bühne stapelten sich drei riesige Lautsprecherboxen und diese waren leider ordentlich aufgedreht.

Der Erfolg: Wir hatten das Gefühl, dass nicht gesungen sondern geschrieen wird. Mir schmerzten die Ohren und erst als ich meine beiden Zeigefinger ein wenig in meine Ohren steckte, wurde der Lärm erträglich und die Darbietungen zum Genuss. Allerdings schien es dem chinesischen Publikum zu gefallen. Sind Chinesen lauter als Deutsche? Sind sie daher an größere Lautstärken gewöhnt? Brauchen sie gar den Lärm, um sich wohl zu fühlen? Auf jeden Fall waren wir um eine (ein wenig unangenehme) Erfahrung reicher und verbuchten den Tag in der Rubrik „Andere Länder, andere Sitten“.

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Vor dem Konzert. Links und hinten interessante Instrumente.


img_8929Das Blasinstrument Sheng (teilweise verdeckt).


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Links vom Dirigentenpult die Chinesen (schwarz), rechts die Tibeter (bunt).


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Farbenfrohe Kleidung und verzierte Instrumente bei den Tibetern.


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Im Hintergrund wird ein Paar tibetischer Langhorntrompeten (Dungchen) gespielt.


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img_8950Er bläst ein kleines Instrument, das in seinen Händen fast verschwindet (vielleicht eine Kürbisflöte?).


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Gesangstrio.


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Links wird die Pipa („chinesische Laute“), rechts die Guzheng („chinesische Zither“) gespielt.


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Auch die tibetischen Männer sind hier bunt gekleidet.


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Die 2-saitige chinesische Geige Erhu ersetzt die westliche Violine.


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Die von den Tibetern gespielten Erhus haben Verzierungen (Tierkopf) am oberen Ende der Stange.


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Shanghai ~ Vermischtes / 上海 ~ 杂照片

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Nicht von jedem Thema habe ich genügend viele Bilder, um damit einen ordentlichen Blogbeitrag zu füllen. Deshalb siehst du heute mal Aufnahmen von verschiedenen Orten in Shanghai mit sehr verschiedenen Themen.

Als erstes Bilder vom Dingxiang-Garten im Stadtbezirk Xuhui im Westen von Shanghai an der Huashan Lu. Der Garten war eine Residenz, die der General (oder Vizekönig von China) Li Hongzhang für seine Konkubine Dingxiang („Gewürznelke“ oder „Flieder“) erbauen ließ. Leider ist für die Öffentlichkeit nur ein kleiner Teil (einschließlich eines guten kantonesischen Restaurants) zugänglich, während die eigentliche Gartenanlage für altgediente Parteimitglieder reserviert ist, der Eingang ist bewacht.

Als zweites Bilder vom Longhua Märtyrer-Gedenkpark im Süden Shanghais, insbesondere Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus. Der Gedenkpark ist an sich kaum eines Besuches wert, aber wenn man den buddhistischen Longhua-Tempel besucht (das wird ein eigener Beitrag werden), liegt der Park direkt daneben.

Zum Schluss noch einmal querbeet durch Shanghai.

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Der Eingang wird bewacht, aber …


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… unter Aufsicht durften wir ein paar Schritte bis zum Kopf des Drachen hineingehen.


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IMG_8427Es gibt einige …


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… Skulpturen im …


IMG_8416… thailändischen Stil.


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Im Longhua Märtyrer-Gedenkpark


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Kann das jemand lesen?


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In der Magnetschwebebahn Maglev vom Flughafen in die Stadt


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Unsere Lieblingsstraße Fuzhou Lu mit (großen) Buchläden und (vielen) Geschäften für Künstlerbedarf


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Ausstellungszentrum für Stadtentwicklung am Volksplatz


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Die  CDU hatte ihr Schwarzgeld in der Schweiz. Und die SPD?


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Frische Pappelpflaumen beim fliegenden Straßenhändler gekauft.


IMG_8723Deutsche Küche – in der Welt berühmt!

Shanghai ~ Yifu-Theater, Oper „Huang Daopo“ / 上海 ~ 逸夫舞台, 绍剧 „黄道婆“

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Dies ist der erste Beitrag in meinem aktuellen Reisebilderblog. Der vorige (abgeschlossene) Blog ist 2012reisen.wordpress.com/.

Seit wir 1993 oder 1994 den Film „Lebewohl, meine Konkubine“ (von Chen Kaige) gesehen haben, sind wir Fans der Peking-Oper. Da wir keine Fachleute auf diesem Gebiet sind, verstehen wir darunter auch die anderen traditionellen chinesischen Opernarten. Während unseres Shanghai-Aufenthalts 2006 gingen wir  mehrmals in das Yifu-Theater am Ende der Fuzhou Lu am Renmin-(Volks-)Platz. So war es 2013 ein Muss, dieses Theater wieder aufzusuchen. Am 20.5.2013 besuchten wir die Vorstellung der Oper Huang Daopo. Der Titel ist der Name einer Frau (1245 – 1330) aus einer Stadt, die heute zu Shanghai zählt. Aus den ärmsten Verhältnissen stammend, wurde sie später zu einer der berühmtesten Frauen in der frühen chinesischen Textilindustrie. Näheres zu Huang Daopo findet sich in der englischen oder französischen Wikipedia.

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