Hangzhou (Zhejiang, China) ~ Westsee / 杭州 (浙江, 中国) ~ 西湖

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Die Stadt Hangzhou in der Provinz Zhejiang, knapp 200 km südlich von Shanghai gelegen und von dort mit dem Zug überaus schnell zu erreichen, wird (trotz ihrer Größe) als eine der schönsten Städte Chinas bezeichnet. Schon Marco Polo hat von der Stadt geschwärmt. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Hangzhous ist der Westsee, der gar einer der berühmtesten Touristenmagnete Chinas sein soll. Was liegt also näher, als bei einem Aufenthalt in Shanghai mal eben dorthin zu fahren (das taten wir am 22. Mai). Im See liegen mehrere Inseln, die zum Teil durch befahr- oder begehbare Dämme und Brücken erreichbar sind. Östlich erhebt sich die Millionenstadt, westlich liegen Wälder und (niedrige) Berge.

Wie fanden wir den See? Wie sich auch schon andere geäußert haben: Es ist eben ein See, wie so viele andere auch, nichts Besonderes. Folgerichtig hat die Unesco den See zum Weltkulturerbe erklärt, nicht aber zum Weltnaturerbe. Die Bedeutung des Sees liegt also mehr in seiner Geschichte, den Bauten im, am und um den See und nicht zuletzt in dem, was die Chinesen insgesamt an ihm finden. Der Wikipedia-Artikel über den Westsee (Stichwort Westsee genügt!) vermittelt am ehesten die Gründe für die Faszination und die Bedeutung des Sees für Chinesen.

Die Fahrt nach Hangzhou hat sich aber für uns aus einem anderen Grund dennoch gelohnt, weil sich ganz in der Nähe des Sees das berühmte buddhistische Lingyin-Kloster befindet, über das ich in diesem Blog schon zwei Beiträge verfasst habe.

Selbstverständlich gibt es dennoch ein paar Bilder vom Westsee, denn Wasser ist eigentlich immer schön.

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Shanghai ~ Konzert „Frühling in Tibet“/ 上海 ~ 中央民族乐团《西藏春天》

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2006 hatten wir in Shanghai die Gelegenheit, im Shanghai Oriental Arts Center im Stadtbezirk Pudong ein hervorragendes Konzert mit neuer klassischer chinesischer Musik zu hören. So etwas Ähnliches suchten wir auch in den wenigen Tagen, in denen wir diesmal in Shanghai waren. Leider traten zu dieser Zeit nur westliche Künstler und Ensembles auf. Als Ersatz, so dachten wir, bot sich ein Tibet-Konzert im Shanghai City Theatre an. Dieses Theater ist im Stadtbezirk Minhang gelegen, von der Endstation einer U-Bahnlinie war es noch ein zusätzlicher Fußweg.

Das Konzert trug den Titel „Frühling in Tibet“. Die Mitwirkenden waren ein großer Chor, ein großes Orchester mit vielen klassischen chinesischen Instrumenten und mehrere Sängerinnen und Sänger. Das Besondere war, dass der eine Teil der Mitwirkenden Han-Chinesen waren (gekleidet wie in Europa üblich), der andere Teil aber aus Tibetern und Tibeterinnen bestand, die in bunter tibetischer Kleidung auftraten.

Das Theater war von ordentlicher Größe aber durchaus nicht riesig, wie es im bevölkerungsreichen China öfters der Fall sein kann. Eigentlich müssten ausgebildete Sänger/innen, die vorne an der Bühne stehen, vom ganzen Publikum gut zu hören sein. Leider hatten sie allesamt ein Mikrofon in der Hand. Auch im Bereich des Orchesters waren zahlreiche Mikrofone aufgestellt. Am rechten Rand der Bühne stapelten sich drei riesige Lautsprecherboxen und diese waren leider ordentlich aufgedreht.

Der Erfolg: Wir hatten das Gefühl, dass nicht gesungen sondern geschrieen wird. Mir schmerzten die Ohren und erst als ich meine beiden Zeigefinger ein wenig in meine Ohren steckte, wurde der Lärm erträglich und die Darbietungen zum Genuss. Allerdings schien es dem chinesischen Publikum zu gefallen. Sind Chinesen lauter als Deutsche? Sind sie daher an größere Lautstärken gewöhnt? Brauchen sie gar den Lärm, um sich wohl zu fühlen? Auf jeden Fall waren wir um eine (ein wenig unangenehme) Erfahrung reicher und verbuchten den Tag in der Rubrik „Andere Länder, andere Sitten“.

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Vor dem Konzert. Links und hinten interessante Instrumente.


img_8929Das Blasinstrument Sheng (teilweise verdeckt).


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Links vom Dirigentenpult die Chinesen (schwarz), rechts die Tibeter (bunt).


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Farbenfrohe Kleidung und verzierte Instrumente bei den Tibetern.


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Im Hintergrund wird ein Paar tibetischer Langhorntrompeten (Dungchen) gespielt.


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img_8950Er bläst ein kleines Instrument, das in seinen Händen fast verschwindet (vielleicht eine Kürbisflöte?).


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Gesangstrio.


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Links wird die Pipa („chinesische Laute“), rechts die Guzheng („chinesische Zither“) gespielt.


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Auch die tibetischen Männer sind hier bunt gekleidet.


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Die 2-saitige chinesische Geige Erhu ersetzt die westliche Violine.


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Die von den Tibetern gespielten Erhus haben Verzierungen (Tierkopf) am oberen Ende der Stange.


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Hangzhou (Zhejiang, China) ~ Lingyin-Tempel 2 / 杭州 (浙江, 中国) ~ 灵隐寺 2

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Der buddhistische Lingyin-Tempel in der Stadt Hangzhou (siehe auch den ersten Beitrag über diese Tempelanlage mit den Steinskulpturen auf dem Weg zum Tempel) ist eines der größten und stattlichsten Klöster Chinas.

Heute Bilder aus den Höfen und den fünf großen Hallen der Anlage, nicht der Reihe nach, sondern bunt gemischt, wie es sich bei einem längeren Aufenthalt in dem Tempelareal ergibt. Alle unbekannten Namen und Begriffe kann man wie üblich bei Wikipedia vertiefen.

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Die Große Halle des Großen Helden


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IMG_8844In der Großen Halle der (vier) Himmelskönige. Der Schirmträger für den Norden, …


IMG_8845… der Schlangenträger für den Westen.


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Was trägt er für eine schwere Last?


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Das Relief zeigt die Geschichte eines Prinzen, der zur Erlangung der Buddhaschaft …


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… 53 Lehrer aufsucht, darunter auch Guanyin, die Göttin der Barmherzigkeit, …


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… die (sie ist unter anderem auch eine Meeresgöttin) auf einem Delfin steht.


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In der Halle des Medizinbuddhas


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In der Halle des Huayan-Buddhismus


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Die Farbgebung weiß mit blau ist ungewöhnlich, …


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… aber nach dem vielen Gold erfrischend.

Hangzhou (Zhejiang, China) ~ Lingyin-Tempel 1 / 杭州 (浙江, 中国) ~ 灵隐寺 1

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Von Shanghai aus ist die Stadt Hangzhou mit dem Zug schnell zu erreichen, wir waren dort am 22. Mai 2013. Eine der Sehenswürdigkeiten ist der buddhistische Lingyin-Tempel, eines der größten und stattlichsten Klöster Chinas. Es wurde bereits im 4. Jahrhundert gegründet, aber die ältesten erhaltenen Teile stammen aus dem 10. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde es während des Taiping-Aufstands fast ganz zerstört, aber der Wiederaufbau hat die Kulturrevolution unbeschädigt überstanden, sodass wir auf bis zu 150 Jahre zurückblicken.

Auf dem Weg zum eigentlichen Tempel (dieser wird einen eigenen Blogbeitrag bekommen) kommt man an zahlreichen in den Fels gehauenen Buddha- und Heiligen-Skulpturen vorbei. Abgebildet sind unter anderem indische und chinesische Mönche, die im 1., 3. und 7. Jahrhundert buddhistische Schriften von Indien nach China brachten und so die Verbreitung des Buddhismus förderten.

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IMG_8804Stele auf Schildkröte, da sie ein Symbol der Festigkeit und Langlebigkeit ist


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IMG_8808Steinpagode aus dem 10. Jahrhundert


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Das Glanzstück (Religion muss nicht immer ernst sein)


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Sind solche Orte wirklich interessant für Schulklassen …


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… oder gibt es auch andere „Sehenswürdigkeiten“? (Ausschnitt)